Lokale Spezialitäten

Porto, Portugal

Zum Abschluss meiner Reise durch Portugal habe ich ein paar Tage in Porto verbracht. Zwar wurde Porto auch auf Hügeln gebaut, aber es ging nicht so häufig Berg auf und Berg ab wie in Lissabon, welches die Erkundung der Stadt angenehmer machte. Meine Tour durch Porto habe ich relativ klein gehalten. Ich besuchte den Palácio da Bolsa, der Bau des Gebäudes wurde im Jahr 1850 vollendet wurde. Die Fertigstellung hat über des Innenraumes hat jedoch bis ins Jahr 1910 angedauert. Dies lag hauptsächlich an den detailreichen Stuck und Wandarbeiten.

Über die riesige Ponte Dom Luís I, wo unten Autos fahren und oben die S-Bahn ging es auf die andere Seite des Fluss Douro, denn dort befinden sich die berühmten Portweinkeller von Porto. Auch wenn ich kein wirklicher Weinfan bin bzw. mir Wein selten schmeckt, dachte ich mir, dass ein Besuch in Porto ohne einen Besuch in einem solchen Weinkeller nicht komplett wäre. Aus dem Bauch heraus entschied ich mich für den Portweinkeller „Calem“. Zu Beginn gab es ein kleines Museum, welches mehr über das Anbaugebiet im Douro-Tal im Nordosten Portugals, die Herstellung und die verschiedenen Portweine verriet. Der Unterschied zwischen Wein und Portwein liegt übrigens darin, dass dem Portwein, früher Brandy, heutzutage Neutralalkohol während der Gärung hinzugegeben wird. Dadurch wird der Gärprozess gestoppt und der nicht vergorene Restzucker der Trauben verleiht dem Portwein seinen süßen Charakter. Der Portwein erlangte Popularität, als die Briten in dem 17. Jahrhundert aufgrund der höheren Nachfrage und schlechten Beziehungen zu Frankreich in Spanien und Portugal nach exportfähigem Wein suchten. Qualität und hygienische Bedingungen von normalen Wein waren jedoch so schlecht, sodass dieser bei Ankunft in England nicht mehr genießbar war. Nach dem kleinen Museum gab es eine Führung durch den Weinkeller mit den riesigen Weinfässern. Im Anschluss kam das Highlight, das Portwein-Tasting. Zum Probieren gab es einen Fine White Portwein und einen Tawny Portwein. Mir persönlich gefiel der Fine White überraschend gut, dafür war der Tawny absolut nicht mein Fall gewesen. 😀

Neben dem Portwein musste ich noch unbedingt eine weitere lokale Spezialität probieren. Francesinha ist der Name eines portugiesischen Sandwiches, das ursprünglich aus Porto stammt. Es besteht aus Toastbrot, Kochschinken, Linguiça (ähnlich dem Chorizo), Beefsteak oder gebratenem Rindfleisch und wird mit geschmolzenem Käse sowie einer heißen, typischerweise dickflüssigen Sauce aus Tomaten, Bier und Senf übergossen. In vielen Fällen wird die Sauce noch mit Brandy und Weißwein verfeinert.

Was soll ich sagen, der Francesinha war ziemlich heftig und zusammen mit den Pommes hätte ich das Gericht fast nicht geschafft, aber es war verdammt lecker! Aber was mit Käse überbacken ist, ist ja eigentlich immer sehr lecker 😀

 

Ein Gedanke zu „Lokale Spezialitäten

  • 30. Juli 2017 um 11:52
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    Ein Portwein-Tasting in Porto ist ja wohl Pflicht. Nach den Bildern zu urteilen war das Tasting bestimmt gut.

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