Stadt der sieben Hügel

Lissabon, Portugal

Als letzter der Familie bekam ich nun die Gelegenheit Lissabon zu besuchen. Bisher habe ich von meinen Eltern und meiner Schwester nur Gutes über die größte Stadt Portugals gehört! Endlich konnte ich mir selber ein Bild davon machen und sie sollten Recht behalten. Lissabon liegt auf 7 Hügeln am Fluss Tajo. Die Stadt wurde an diesem Ort aufgrund der günstigen strategischen Lage gegründet. Von den sieben Hügeln aus besitzt man eine gute Sicht und somit Kontrolle über den größten Fluss Portugals und Spaniens. Was in der Vergangenheit ein Vorteil war, ist heutzutage lästig. Natürlich gibt es weiterhin wunderschöne Aussichtspunkte auf die Stadt und den Fluss, aber auf dem Weg von einer Sehenswürdigkeit zur Nächsten muss man gefühlt 100 Treppen oder steile Straßen hoch und runter laufen. 😀

Um einen Überblick über die Stadt zu bekommen und um nicht ziellos umherzulaufen habe ich an meinem ersten Tag in Lissabon an einer „Free“ Walking Tour teilgenommen. Natürlich ist diese nicht wirklich umsonst, denn nach der Tour wird um Trinkgeld gebeten, aber wenigstens kann ich dann selber entscheiden, wieviel mir die Tour wert ist. Außerdem geben sich die Tourguides – meiner Meinung nach – auch ein wenig mehr Mühe, als wenn sie bereits vorher ihr Geld in der Tasche haben. Da ich nach der Tour durch den Stadtteil Alfama bereits im Osten von Lissabon war, habe ich mir im Anschluss noch die Kirche de Sao Vicente de Fora und das National Pantheon angeschaut. Auf dem Rückweg zum Hostel bin ich durch die kleinen quirligen Gassen geschlendert und habe mir den ein oder anderen Viewpoint angeschaut.

 

 

Die Erkundung der Altstadt mit der Lisbon Cathedral und dem Stadtteil Belém mit der Hiernymitenkirche und der Patisserie von Belém, dem angeblichen Erfinder der „Eggtarts“ hob ich mir für die letzten Tag in Lissabon auf. Denn an diesem Wochenende war in Lissabon das alljährliche NOS Alive Festival. Ich war bereits Anfang des Jahres am überlegen, ob ich mir eine Karte für das Festival kaufen sollte. Jedoch überlegte ich zu lang, denn zu dem Zeitpunkt wollte ich nur ungern bereits das Ende meiner Reise planen. Das letzte Freiheit weggeben die mir auf meiner Reise noch blieb. Ich wollte lieber variabel bleiben, die Entscheidungen über das Ende meiner Reise spontaner treffen. Leider war das Festival dann ziemlich schnell ausverkauft, inklusive der Tageskarten. In den letzten Jahren sei das Festival nie ausverkauft gewesen, vielleicht lag es wirklich an den Foo Fighters, welche seit über 6 Jahren nicht in Portugal waren.

Das ich nun zu dem Zeitpunkt wirklich in Portugal und auch Lissabon bin, war reiner Zufall. Zum Glück lernte ich in Vietnam Joana aus Lissabon kennen und sie hat mir über eine portugiesische Facebook-Gruppe ein Tagesticket für das Festival besorgt. Die wenigen Festivals, die ich bisher besuchte, starteten immer gegen Mittag. In Portugal geht die Uhr aber ein wenig anders. Alles verschiebt sich aufgrund des heißen Wetters ein wenig nach hinten. Die erste Band startete auf der Main Stage erst um 17 Uhr. Bis 19 Uhr trotzdem noch nicht viel los auf dem Festival.

Ich habe mir dann die – mir unbekannten – Bands The Cult und The Kills angeschaut. Während The Kills gespielt habe ich mich ein wenig weiter in Richtung Bühne gearbeitet, um bei den Foo Fighters auch nah am geschehen zu sein. Um kurz nach Mitternacht haben die Foo Fighters dann endlich angefangen. Und was soll ich sagen, es hat sich wieder gelohnt. Sie haben einfach mal 2 ½ Stunden durchgespielt, einen Hit nach dem anderen rausgehauen und auch noch einen bisher unveröffentlichtes Song gespielt. Zusammengefasst ein wahnsinnig gutes Konzert!

Nennenswert finde ich zudem, dass sich der Festivalveranstalter stark für ein sauberes Festivalgelände einsetzt. Nicht nur, dass wirklich überall Mülleimer standen, sondern dass man für 30 gesammelte Becher ein kostenloses T-Shirt bekommt. Bei den vergebenen T-Shirts handelte es sich um die übriggebliebenen Festivalshirts der vergangenen Jahre. Ich finde das ist eine gute Lösung, denn die T-Shirts kauft keiner mehr und das Festivalgelände ist ein wenig sauberer.

 

2 Gedanken zu „Stadt der sieben Hügel

  • 12. Juli 2017 um 18:02
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    Schön das du von Lissabon auch einen guten Eindruck gewonnen hast, und die Pastel de nata erst, lecker….

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