Mountains everywhere!

Jasper Nationalpark, Kanada

Erschöpft sind wir in Jasper nach einer Fahrt von über 450 km und einer Wanderung im Mount Robson Nationalpark angekommen. Der Jasper Nationalpark ist nach dem Banff Nationalpark der zweitpopulärste kanadische Nationalpark. Jährlich strömen fast 2 Mio. Besucher in den Nationalpark. Auch wenn die Hauptsaison erst in kürze beginnt, fühlten wir uns mit einer Campingplatzreservierung eindeutig besser. Zumal wir auch erst am Abend gegen 8 Uhr ankamen. Keine fünf Minuten nachdem wir unser Wohnmobil geparkt hatten, streunten 5m entfernt ein paar Rehe durch die nahe liegenden Bäume, fraßen seelenruhig Grad und ließen sich durch nichts stören.

Die Nacht auf dem Campingplatz war kurz, denn zum ersten Mal haben wir uns einen Wecker gestellt und sind um 6:30 Uhr aufgestanden, um zu den naheliegenden Patricia Lake und Pyramid Lake zu fahren. Es war die beste Entscheidung gewesen gleich ohne Frühstück zu den beiden Seen zu fahren, denn wir waren ganz alleine und so konnten wir die grandiose Stille Kanadas mit herausragenden Bergpanoramen begutachten. Nachdem wir uns ausreichend an den perfekten Spiegelungen der Berge auf dem Pyramid Lake ergötzt hatten, gab es endlich den langersehnten heißen Kaffee, denn es war trotz dickem Pullover saukalt! Kurz nach dem ersten Schluck Kaffee kamen auch schon zwei Busse voller Touristen angefahren und die grandiose Stille Kanadas war dahin.

Im örtlichen Visitorcenter holten wir uns reichlich Informationen für mögliche Wanderungen. Unser erster Abstecher zum Old Fort Point, ein kleiner Hügel mit 360° Blick auf die umliegenden Berge wurde sehr schnell von einem Unwetter stark abgekürzt. Die Wettervorhersage war für den ganzen Tag nicht hervorragend, sodass wir uns dazu entschlossen die 42km lange Maligne Road zum Maligne Lake zu fahren. Unser Tierglück blieb uns weiter erhalten, denn im Fluss entdeckten wir eine Elchkuh mit einem kleinem Kalb. Auf dem Rückweg vom See entdeckten wir noch einen Schwarzbär, weitere Elchkühe, Rehe und zwei Weißkopfadler.

 

 

Im Jasper Nationalpark wollten wir natürlich auch gerne eine längere Wanderung unternehmen. Leider war die Straße zum Cavell Gletscher noch gesperrt und deswegen entschieden wir uns für die Wanderung auf den Sulphur Mountain. Über eine Strecke von knapp 4 km mussten wir insgesamt 400 Höhenmeter bewältigen, um auf dem 2.070 m hohen Sulphur Mountain mit seinem wunderbaren Panorama anzukommen. Es ging über die gesamten 4km stetig leicht, über Serpentinen, den Berg hinauf. Erst nachdem wir die obere Waldgrenze erreichten, wurde es auf den letzten 400 m nochmal steiler, aber die Anstrengung hat sich gelohnt. Über eine Stunde genossen wir mit gerade mal einer handvoll anderer Wanderer die grandiose Aussicht über Täler und schneebedeckte Berge.

Zum Whistler Mountain (2.470 m) nahmen wir am späten Nachmittag entspannt die Abkürzung mit der Seilbahn. Die Seilbahn endete leider auf 2.277 m, sodass wir die restlichen Höhenmeter doch noch zu Fuß zurücklegen mussten. Auf der Spitze des Whistler Mountains lag noch relativ viel Schnee. Auf dem Rückweg zum Campingplatz entdeckten wir einen Schwarzbär am Straßenrand. Kurz nachdem wir in guter Entfernung angehalten sind liefen tatsächlich zwei kleine Schwarzbärenjunge über die Straße. Das Erste verschwand sehr schnell im Gebüsch, das Zweite hingegen setzt sich gemütlich an den Straßenrand.

 

Ein Gedanke zu „Mountains everywhere!

  • 17. Juni 2017 um 17:20
    Permalink

    Es ist wahnsinng schön oben auf den Berggipfeln die Ruhe und das Panorama genießen zu können.

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.