Day trip to Macau

Macau, China

Macau … Was ist das? Irgendeine Pflanze, ein Likör oder ist das doch dieser neue Frappucino bei Starbucks?

Ehrlich gesagt habe ich bis vor ein paar Tagen noch nie etwas davon gehört. Als ich jedoch nach ein paar Aktivitäten für Hongkong recherchierte, bin ich das erste Mal auf „Macau“ gestoßen. Ein Wikipediaartikel später war auch ich endlich auf dem neusten Stand 😀 Macau war eine portugiesische Kolonie, ist aber seit 1999 wieder eine Sonderverwaltungszone der Volksrepublik China.. Wie Hongkong, hat Macau aber eigene Grenzen und eine eigene Währung.

Macau liegt nur eine einstündige Bootsfahrt von Hongkong entfernt und ist somit perfekt für einen Tagesausflug geeignet Die Fastferrys fahren zu den Stoßzeiten sogar alle 15 Minuten. Leider gab es an der Grenze – wie in Hongkong – keinen Stempel in meinen Reisepass 🙁 Seit ein paar Jahren bekommt jeder anstatt eines Stempels einen kleinen Zettel ausgedruckt, wo die entsprechenden Daten drauf stehen. Voll blöd! Ich wollte viel lieber einen Stempel haben! Naja, ich habe dann einfach den kleinen Zettel in meinen Reisepass geklebt 😀

Als erstes bin ich in das historische Stadtzentrum von Macau gefahren. Hier sind noch viele Einflüsse von den Portugiesen erkennbar. Bunte Häuser im Kolonialstil flankieren den Senado Square, durch die kleinen Straßen gelange ich zu mehreren katholischen Kirchen, auch dem alten portugiesischen Fort statte ich einem Besuch ab. Zwischendurch gönne ich mir ein portuguese Eggtart, ein kleines Küchlein aus Blätterteig, gefüllt mit Vanillepudding, lecker! 🙂

Zu Beginn war ich noch fast alleine auf dem Senado Square, aber keine 15 Minuten später kamen hunderte von chinesischer Touristen aus allen möglichen Richtungen. Keine Ahnung, wo die so plötzlich her kamen. Vielleicht kamen Sie mit einer anderen Fähre aus Hongkong oder über die direkte chinesische Grenze. Danach waren keine Fotos ohne irgendwelche Menschen mehr möglich 😀

Neben dem historischen Stadtzentrum wurden im Internet noch ein Besuch in den Kasinos von Macau wärmstens empfohlen. In Macau ist im Gegensatz zu China und Hongkong Glücksspiel nämlich erlaubt und deswegen gibt es hier mehrere größere Kasinos. Einige Namen wie das MGM und Venetian waren mir vom Namen bereits aus Las Vegas bekannt. Ich bin ein wenig durch die Kasino geschlendert. Überall protzte es an Luxus, natürlich nicht meine Preisrichtung 😀 Leider konnte ich auch noch nichtmal am einarmigen Banditen ein paar macauische Pataca los werden, denn mit meiner kurzen Hose kam ich nicht in die Nähe der Automaten, alles war hinter meterhohen Wänden versteckt und am Eingang stand jeweils Secruity und überprüfte sogar die Ausweise.

Ich verlor ziemlich schnell die Lust durch die Kasinos zu schlendern, sie waren riesig und wie ein Labyrinth aufgebaut und spielen konnte ich nicht. Im Gegensatz zu Las Vegas, war draußen auf der Straße nicht los, absolut gar nichts. Den Reiz (des Verbotenen?), welchen Las Vegas besitzt, habe ich in Macau absolut nicht gefunden oder gar gespürt. Macau ist für mich definitiv nicht das Las Vegas des Ostens, dabei machten die Kasinos in Macau im Jahr 2013 sechsmal so viel Umsatz als die Kasinos in Las Vegas. Wahrscheinlich liegt es mit dem Glücksspielverbot in China zusammen.

Für mich ging es am Ende des Tages mit dem kostenlosen Shuttleservice vom Kasino zurück zum Ferry Terminal und mit der Fastferry zurück nach Hongkong. Bald ist man sogar noch schneller von Hongkong in Macau (oder andersrum), denn noch in diesem Jahr soll die 35km lange Hongkong-Zhuhai-Macau-Brücke eröffnet werden.

 

Ein Gedanke zu „Day trip to Macau

  • 3. Juni 2017 um 14:15
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    Von Macau hatte ich auch noch nichts gehört. Es hat immerhin ca 650.000 Einwohner .

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